Medienbruch

Ein Medienbruch beschreibt den Wechsel des Mediums oder Formats innerhalb eines Arbeitsprozesses – zum Beispiel, wenn Informationen von einem digitalen System in Papierform übertragen werden und später erneut manuell erfasst werden müssen.

Ausführliche Erklärung

Medienbrüche entstehen überall dort, wo Daten nicht durchgängig digital verarbeitet werden. Ein typisches Beispiel aus der Apotheke: Ein Lieferschein kommt per Fax, wird ausgedruckt, handschriftlich abgezeichnet und die Werte anschließend manuell in die Warenwirtschaft eingetippt. Jeder dieser Schritte kostet Zeit, birgt Fehlerquellen und erschwert die spätere Nachvollziehbarkeit.

Auch die Kommunikation zwischen Apotheken, Großhandel und Industriepartnern ist häufig von Medienbrüchen geprägt – etwa wenn Bestellungen per E-Mail eingehen, in Excel überführt und dann in ein ERP-System übertragen werden. Durchgängige digitale Workflows und saubere Schnittstellen reduzieren solche Brüche spürbar und schaffen die Basis für Automatisierung und KI-gestützte Prozesse.

Fallstricke

  • Scheinbare Digitalisierung: Ein PDF ersetzt kein strukturiertes Datenformat – der Medienbruch bleibt bestehen.
  • Fehlende Schnittstellen: Selbst moderne Systeme erzeugen Brüche, wenn sie nicht miteinander kommunizieren.
  • Verwechslung mit Systembruch: Ein Systemwechsel ist nicht automatisch ein Medienbruch, sofern die Daten strukturiert übergeben werden.

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