Legacy-System-Migration

Legacy-System-Migration bezeichnet die geplante Ablösung veralteter IT-Systeme durch moderne Lösungen, wobei bestehende Daten, Funktionen und Prozesse in die neue Umgebung überführt werden. Ziel ist es, technische Altlasten abzubauen, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.

Warum eine Migration notwendig wird

Viele Unternehmen im Gesundheitswesen arbeiten mit Warenwirtschaftssystemen, Datenbanken oder Fachanwendungen, die seit Jahren im Einsatz sind. Diese sogenannten Legacy-Systeme sind oft stabil, aber schwer wartbar, bieten keine offenen Schnittstellen und lassen sich kaum mit modernen Cloud-Diensten oder KI-gestützten Prozessen verbinden. Häufige Auslöser für eine Migration sind auslaufender Herstellersupport, steigende Wartungskosten, DSGVO-Anforderungen oder der Wunsch nach besserer Integration in bestehende Workflows.

Typischer Ablauf in der Praxis

Eine Migration folgt meist mehreren Schritten: Analyse des Ist-Zustands, Datenbereinigung, Auswahl des Zielsystems, Testmigration, Rollout und Nachbetreuung. Beispiel aus dem Apothekenumfeld: Der Wechsel eines alten Warenwirtschaftssystems auf eine moderne Plattform inklusive Übernahme von Kundendaten, Lieferantenkonditionen und Rezepturhistorie. Bei Industriepartnern und Großhändlern geht es häufig um die Ablösung individuell entwickelter Datenbanken oder ERP-Module.

Fallstricke und Verwechslungsgefahren

Migration ist nicht mit einem reinen Update oder einer Neuinstallation zu verwechseln. Kritisch sind unvollständige Datenübernahmen, fehlende Schnittstellen zu Drittsystemen und unklare Zuständigkeiten während der Übergangsphase. Auch die Schulung der Mitarbeitenden wird oft unterschätzt. Individuelle Lösungen werden auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt; Beratung und Umsetzung erfolgen nach gemeinsamer Analyse der bestehenden Prozesse.

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