Geschäftsprozessmodellierung

Geschäftsprozessmodellierung ist die strukturierte grafische und inhaltliche Darstellung von Arbeitsabläufen in einem Unternehmen. Sie macht sichtbar, welche Aufgaben, Rollen, Systeme und Entscheidungen an einem Prozess beteiligt sind – und bildet die Grundlage für Analyse, Optimierung und Digitalisierung.

Ziel und Nutzen

Die Modellierung schafft ein gemeinsames Verständnis für Abläufe, die im Alltag oft nur implizit bekannt sind. Gerade im Gesundheitswesen – etwa in Apotheken, bei Spezialversorgern oder Industriepartnern – helfen Prozessmodelle dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Schnittstellen sauber zu definieren und Automatisierungspotenziale zu erkennen. Typische Notationen sind BPMN 2.0, EPK (Ereignisgesteuerte Prozessketten) oder vereinfachte Flussdiagramme.

Praxisbeispiele

  • Modellierung des Rezeptbelieferungsprozesses inklusive Prüfung, Retaxationsrisiken und Abrechnung
  • Darstellung der Kommunikation zwischen Apotheke, Großhandel und Hersteller bei Sonderbestellungen
  • Visualisierung interner Freigabeprozesse als Grundlage für ein digitales Workflow-Management

Typische Fallstricke

Häufig werden Modelle zu detailliert oder zu abstrakt gezeichnet und dadurch unbrauchbar. Auch die Verwechslung mit reiner Prozessdokumentation ist verbreitet: Modellierung ist kein Selbstzweck, sondern die Basis für Prozessoptimierung und Automatisierung. Individuelle Lösungen werden dabei auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt.

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