Automatisierungsgrad

Der Automatisierungsgrad beschreibt den Anteil an Aufgaben, Prozessen oder Arbeitsschritten in einem Unternehmen, die ohne manuelles Zutun ablaufen. Er wird meist in Prozent angegeben und dient als Kennzahl zur Bewertung der digitalen Reife eines Betriebs.

Bedeutung im Gesundheitswesen

In Apotheken, bei Großhändlern oder Spezialversorgern zeigt der Automatisierungsgrad, wie viele Routinetätigkeiten bereits digital oder KI-gestützt erledigt werden. Beispiele sind automatisierte Bestellprozesse, Kommissionierautomaten, die elektronische Rezeptverarbeitung, automatische Rechnungsprüfung oder standardisierte Workflows im Dokumentenmanagement. Ein hoher Automatisierungsgrad entlastet Mitarbeitende, reduziert Fehlerquellen und schafft Freiräume für Beratung und wertschöpfende Tätigkeiten.

Wie wird der Automatisierungsgrad ermittelt?

Zur Bestimmung werden alle relevanten Prozesse erfasst und in manuelle, teilautomatisierte und vollautomatisierte Schritte unterteilt. Die Kennzahl ergibt sich aus dem Verhältnis automatisierter zu gesamten Prozessschritten. In der Praxis empfiehlt sich eine gemeinsame Analyse der bestehenden Abläufe, bevor konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung geplant werden.

Fallstricke

Ein hoher Automatisierungsgrad ist kein Selbstzweck. Werden Prozesse automatisiert, die zuvor nicht sauber strukturiert wurden, verstärken sich bestehende Schwachstellen. Auch die Verwechslung mit dem Digitalisierungsgrad ist verbreitet: Digitalisierung beschreibt die Überführung analoger Informationen in digitale Form, Automatisierung hingegen den eigenständigen Ablauf von Prozessen. Individuelle Lösungen sollten stets auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden.

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